
Das auf den Sonntagabend angesetzte Spiel gegen die Borussia aus Dortmund ermöglichte uns, einen Besuch der Düsseldorfer Altstadt einzuplanen. So fuhren wir am Samstag Morgen an die längsten Theke der Welt und suchten diese kurz nach dem Einchecken im Hotel auch auf. Pünktlich wie die Maurer standen wir zum Anpfiff der anderen Bundesliga-Partien beim Zapfhahnen und konnten uns den wirklich wichtigen Dingen im Leben widmen: Fussball & (Dosen)bier.
Es gab sogar einen Grund, anzustossen: Es war nicht nur die Nacht auf den Tag der deutschen Einheit und den Geburstag eines Mitreisenden. Nein: Schalke verlor in Nürnberg und besetzt nach wie vor einen Abstiegsrang. Dass sich die Bayern nicht grade in Hochform befinden, schmälert diesen Trost zwar massiv, aber an irgendwas muss man sich ja festklammern. Die Nacht verbrachten wir alsdann in einem schönen Lokal namens Ballermann 6, wo der DJ pünktlich um Mitternacht Herrn Hasselhoffs «I’ve been looking for freedom» spielte.





Nach vier Tagen San Francisco ging mit dem IDF der geschäftliche Teil zu Ende und ich hatte Zeit, mich den wirklich wichtigen Dingen im Leben zu widmen − dem schönen Fussballsport. Die San José Earthquakes hatten Heimspiel, das sie aufgrund des Umbaus des eigentlichen Heimstadions im Vorort Santa Clara austrugen. Die Unistadt mit immerhin knapp 110’000 Einwohnern war mit dem Zug von San Francisco mit einer 80-minütigen Zugfahrt quer durchs Silicon-Valley problemlos zu erreichen.
«Morn schpiut doch d’Schwiz ds Basu. Gäge London oder so?», fragte mich eine Kollegin diese Woche Montag. Schmunzelnd antwortete ich, dass leider noch ein paar Jungs mitspielen, die nicht aus der englischen Hauptstadt stammen. Die Schweiz bekam das im gestrigen Spiel auch prompt zu spüren. Bereits nach zehn Minuten erzielte der gebürtige Liverpooler und heutige ManU-Spieler Wayne Rooney das Einsnull für die Inselaffen.
