
Stell dir vor: es ist Europapokal und keiner geht hin! So kam es einem leider vor. Nur etwas mehr als 12’000 Zuschauer fanden den Weg ins Wankdorf. Aber ist das wirklich eine schlechte Zuschauerzahl? Zum einen zählen die Jahreskarten nicht und zum anderen gings schon um 19.00 Uhr los. Wer von ausserhalb anreist, schaffts je nach dem nicht pünktlich zum Anstoss. Andererseits ist halt nicht immer Europapokal drin, wo Europapokal darufsteht. Wäre es gegen den selben Gegner um die Champions-League-Trophäe gegangen, hätte der Speaker wohl «Ausverkauft» vermeldet.
Wie dem auch sei: Der Gegner war mit sicherheit kein namenloser Pupsverein aus der ehemaligen Sowjetunion, sondern ein Spitzenclub aus Spaniens Primera Divison. Vor zwei Jahren schieden die sympathischen Vorstadt-Madrilenen erst im Viertelfinale des Uefa-Cups gegen den glorreichen FC Bayern in einem mehr als denkwürdigen Spiel aus [Filmmaterial].




Nach vier Tagen San Francisco ging mit dem IDF der geschäftliche Teil zu Ende und ich hatte Zeit, mich den wirklich wichtigen Dingen im Leben zu widmen − dem schönen Fussballsport. Die San José Earthquakes hatten Heimspiel, das sie aufgrund des Umbaus des eigentlichen Heimstadions im Vorort Santa Clara austrugen. Die Unistadt mit immerhin knapp 110’000 Einwohnern war mit dem Zug von San Francisco mit einer 80-minütigen Zugfahrt quer durchs Silicon-Valley problemlos zu erreichen.
«Morn schpiut doch d’Schwiz ds Basu. Gäge London oder so?», fragte mich eine Kollegin diese Woche Montag. Schmunzelnd antwortete ich, dass leider noch ein paar Jungs mitspielen, die nicht aus der englischen Hauptstadt stammen. Die Schweiz bekam das im gestrigen Spiel auch prompt zu spüren. Bereits nach zehn Minuten erzielte der gebürtige Liverpooler und heutige ManU-Spieler Wayne Rooney das Einsnull für die Inselaffen.

